
Man sagt: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Bei Social Media Kanälen sieht man oft nur die schönste, inspirierendste Version eines Menschen. Das kann wunderbare Geschichten erzählen – aber manchmal auch falsche Vorstellungen schaffen. Genau deshalb will ich dir hier etwas mehr Zeit schenken, damit du mich besser kennenlernen kannst. Nicht nur oberflächlich, sondern mit ein paar echten Hintergrundinfos.
Ich erzähle dir, wie ich die meiner Meinung nach schönste Maschine der Welt entdeckt habe: das Fahrrad. Und was für Abenteuer daraus entstanden sind.
Wie alles begann
Ich wohne in der Schweiz, umgeben von Bergen. Genauer: nahe dem Zürichsee. Früher bin ich gerne mal um den ganzen See gerannt – über 60 Kilometer. Klingt verrückt? Stimmt. Aber fangen wir vorne an.
Leute raten gern mein Alter. Rate einfach und lies weiter. 😉
Mit 14 hatte ich eine komplizierte Operation am Knöchel. Danach konnte ich kaum ohne Krücken laufen, lange war ich kaum aktiv. Für mich fühlte sich das wie eine Ewigkeit an. Ob ich jemals wieder komplett den Knöchel belasten würde? Unklar. Was klar war: Ich wollte Freiheit, ich wollte laufen.
Also habe ich mich reingehängt. Und irgendwie war ich plötzlich wieder beim Laufen – minimalistischer Stil, Schritt für Schritt. Und dann konnte ich nicht mehr aufhören. Und Laufen wurde zu meiner Identität.

Der Ruf des Abenteuers
Irgendwann merkte ich: Es ist der Ruf des Abenteuers, der mich antreibt. Ich fand mich bei Sportarten wieder, die man adrenalingeladen nennen würde. Gleitschirmfliegen, Bergsteigen, Wandern – und sogar technisches Tauchen, um Unterwasserhöhlen zu erkunden. Die Neugier war stärker als die Angst und so durfte ich sogar Höhlen in Mexiko tauchen.
Doch zurück zum Laufen: Eine weitere Zwangspause zeigte mir, dass ich Ausgleich brauche. Laufen und ich? Grossartige Beziehung, aber es gab Überlastungsprobleme. Jemand sagte: Versuch mal Radfahren. Geringere Belastung, trotzdem Ausdauer, sogar Triathlon wäre möglich. Hört sich gut an, dachte ich – aber ich war skeptisch.
Rennradfahren? Mit Verkehr? Nein danke. Doch Crossrad abseits der Strasse? Ein Versuch, eine Fahrt und ich war hooked!
Vom ersten Tritt zur süchtig machenden Freiheit
Schon bald trennte mich kaum noch etwas von meinem Rad. Distanz, neue Orte, Gefühle, Emotionen – alles viel grösser, als ich es erwartet hatte. Meine Angst vor Autos auf der Strasse? Verschwinden lassen, ganz nebenbei. Stattdessen: Entdecken, entdecken, entdecken. Nach kurzer Zeit hatte ich mein erstes richtiges Rennrad.
Im nächsten Frühling wurde Schwimmen und Laufen zur schönen Erinnerung. Radfahren dominierte fast jede freie Minute – ich kann es heute kaum glauben, wenn ich zurückblicke. Kilometer sammelten sich, Pässe wurden zu Zielen. Jede Fahrt schürte die nächste.
Jede Ausfahrt, so anstrengend sie auch war, endete mit einem breiten Grinsen. Das Gefühl, etwas erreicht zu haben, war grösser als die Erschöpfung. Ruhetage? Ja, aber die verbrachte ich meist auf YouTube, um mich über das Rennrad zu informieren, so das ich mittlerweile alles an einem Velo selbst machen kann. Meine Freiheit fand ich, indem ich meine Grenzen in Sachen Ausdauer erkundete. Lange Distanzen und die Berge – das faszinierte mich am meisten.

Dankbarkeit und ein Blick nach vorne
Ich bin unglaublich dankbar für diese Reise mit dem Rennrad. Für jeden atemberaubenden Moment, jede Erfahrung, für die wunderbaren Menschen, die ich unterwegs getroffen habe. Ich glaube fest: Ich habe gerade mal an der Oberfläche gekratzt. Die besten Abenteuer liegen noch vor mir.
Und mein Alter? Egal. Wichtiger ist, ob man Spass hat – und den habe ich, egal ob Regen, Schnee oder Sonne. Am liebsten natürlich sonnige, nicht zu heisse Tage auf dem Rennrad. 😉
Jetzt höre ich auf zu schreiben – das nächste Abenteuer wartet.