Bikepacking Packliste

Da ich ein paar mal gefragt wurde wie die Vorbereitung und auch Packliste für die Bikepacking Tour war, mache ich gerne diesen Eintrag. 
Das wichtigste mein Palta. 🙂 Ich habe mich Anfang des Jahres für das Basso Palta entschieden und bewusst mit einer 2-fach Di2 ausgestattet und mit einer Super Compact Powermeter Kurbel (48/32), um es neben den Fahrten abseits der Strassen auch für Bikepacking Abenteuer nutzen zu können. Es hat für mich perfekt gepasst, in der Fläche konnte ich zügig fahren und für die Anstiege hatte ich trotzdem genug leichte Gänge um auch mit dem extra Gewicht noch gut bergauf zu fahren. 😀
Ausserdem haben wir uns für Hotels entschieden, da wir unsere Tour mit Sightseeing verbinden wollten. Das hatte natürlich einen Einfluss auf das Gepäck, denn Zelt, Schlafsack und andere Sachen zum draussen übernachten waren damit kein Thema mehr. 
Anschliessend mussten die passenden Taschen gefunden werden, was doch etwas zeitintensiver wurde. Da ich davon ausgegangen bin, dass es nicht nur diese Tour geben wird, wollte ich direkt welche die auch für weitere Touren passen. Die Verfügbarkeit war neben meinem kleinen Rahmen definitiv auch noch eine Herausforderung. 
Ich wollte so gerne eine Rahmentasche haben, weil ich so oft gelesen habe, dass da normalerweise viele die schweren Sachen verstauen. Da es aber nicht passte, ohne die Flaschenhalter zu versetzen und da das Gepäck überschaubar war, habe ich mich dann mit einer Lenkertasche angefreundet. 
Meine Taschen bestanden zum Schluss aus einer bis 14 Liter Satteltasche, einem Harness für den Lenker mit einem 7-Liter Drybag und einer kleinen Oberrohrtasche. Für das Harness habe ich mich entschieden, weil ich so einfach den Drybag immer abnehmen konnte ohne das ganze Harness entfernen zu müssen und ich auch die Option hatte einen 15 Liter Bag zu nutzen. Aber für diese Tour hat der 7-Liter vollkommen gereicht. Zum Schluss gab es noch eine kleine Oberrohrtasche. Die Taschen waren von Woho, weil sie mir gefallen haben und mir das Befestigungssystem zugesagt hat. 
Mit ein paar kleinen Änderungen und nachdem ich Rahmenschutz Folie angebracht habe, waren die Taschen schnell und sicher montiert und haben zu keinem Moment gestört oder Einfluss auf das Fahrverhalten gehabt. Mal abgesehen von dem Gewicht in den Anstiegen, hat man sie nicht gemerkt, darüber war ich tatsächlich überrascht. 
Die Packliste wurde vom ersten Tag der Idee bis zum letzten Tag vor der Abreise regelmässig angepasst. Hier einmal die endgültige Packliste:
Velo:
– Reparatur Kit, wie auch sonst üblich 
– Kettennieter
– Bremsbeläge und Schaltauge
– Mini-Kettenwachs
– Rücklicht und Mini Schloss 
– Ladegerät Di-2 
Kleidung: 
– 1x komplettes Velo Outfit (eines hatte ich bei der Abfahrt ein) 
– Regenjacke und Windweste
– Langarm Jersey (das ich auch Abends genutzt habe) 
– Handschuhe, Halstuch, Arm- und Beinlinge 
– 1x kurze Hose, 1x Lange Hose, 2 Shirts 
– Unterwäsche und was zum Schlafen
– Bikini und kleines kleines Badetuch 
– Sneakers 
Necessaire: 
– Sonnenmilch 
– Duschzeug (alles in Mini Flaschen umgefüllt) 
– Nagelfeile, Rasierer Bürste und Haargummis
– Calendula Pflegesalbe für nach dem Ride
– Allergie Tabletten 
– Assos Sport Waschmittel 
– Notfallapotheke (Desinfektionsmittel, Druckverband, Pflaster)
Sonstiges und Essen: 
– Mundschutz (zurzeit in einigen Ländern nötig) 
– Ladestecker mit Kabel für Garmin und Geräte selbst
– Mini Fast-Charger (war nie nötig) 
– ID / Krankenkasse- und Kreditkarte, sowie Halbtax
– Bargeld 
– Trinkflaschen
– Brustgurt
– Carbo Basic für die Höhenmeter und längere Etappen
– Riegel und Gel, wer mich kennt, weiss das ich immer hungrig bin

Die Sachen waren schnell auf die Taschen aufgeteilt. 
In die Satteltasche habe ich direkt als erstes Schuhe, Food und Necessaire rein getan das die schweren Sachen direkt unter dem Sattel platziert waren. Ausserdem wollte ich sie separat von der Kleidung haben, sollte etwas auslaufen. Auf der Tasche hatte ich entweder die Regenjacke oder die Windfeste gehabt und auch mal eine Banane.
In dem Drybag am Lenker hatte ich alle Klamotten und die Ladegeräte. Und in der Oberrohrtasche alles für den Tag, ein Riegel, Gel, der Fast-Charger, Mundschutz, Bargeld, ID und andere Karten. Das Werkzeug hatte ich einer Werkzeugbox, die ich mit einem Flaschenhalter am Unterrohr befestigen konnte, praktisches Extra an meinem Basso Palta.
Das Maskottchen Franzl hatte seinen Platz an der Satteltasche gefunden und hat da, das Abenteuer geniessen können.

Fazit zu den Taschen und meiner Packliste. Es hatte nur einmal nasse Strassen und einmal zum Ende einer Fahrt wenig Regen, das war für die Taschen kein Problem, alles blieb trocken. Sie sollen wasserdicht sein, das konnte ich aber nicht ganz testen. Habe die Taschen aber auch vorab noch imprägniert um sicher zu gehen. Mit den Taschen war ich sehr zufrieden, schnell war klar wie sie am besten gefüllt sind und ging auch täglich flott. Für die nächste Tour würde ich es wohl nochmals versuchen, ob eine Rahmentasche passt, wenn man einen Flaschenhalter etwas nach unten versetzt. 
Die Packliste hat sich bewährt. Ich habe das zweite Velo Outfit eigentlich nicht gebraucht da mit Sonne und Handtuchtrockner im Zimmer, die Klamotten am nächsten Morgen immer trocken waren, das war praktisch aber sicher nicht immer der Fall.
Ich würde nur das nächste Mal eine Schlafmaske und Ohropax hinzufügen, weil ich grundsätzlich nicht so leicht einschlafe. Ausserdem würde ich nicht mehr so viel Food mitnehmen, wenn man so eine Tour plant, bei der man nie weit von einer Stadt entfernt ist.